Ein schwerer Verkehrsunfall in Gemen hat am Dienstagmorgen, 23. Juni 2026 zu einem größeren Rettungseinsatz geführt. Auf der Ahauser Straße verlor ein Autofahrer aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über seinen Personenkraftwagen. Das Fahrzeug kollidierte im Kreuzungsbereich zunächst mit einer Verkehrsinsel und prallte in der Folge ungebremst gegen einen Baum. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Pkw auf die Seite geschleudert und blieb stark deformiert auf der Fahrbahn liegen. Die Rettungskräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei wurden umgehend mit hoher Dringlichkeit zur Unfallstelle beordert. Zum Unfallzeitpunkt befanden sich insgesamt fünf Personen im Inneren des Unfallwagens.
Vier Insassen erleiden leichte Verletzungen
Die erste medizinische Lagebeurteilung durch den Rettungsdienst ergab, dass vier der Fahrzeuginsassen glücklicherweise vergleichsweise glimpflich davonkamen. Sie wurden von den Notärzten vor Ort als leicht verletzt (Sichtungskategorie Grün) eingestuft. Nach einer umfassenden Erstversorgung an der Einsatzstelle transportierten Rettungswagen die Betroffenen zur weiteren Abklärung und Behandlung in umliegende Krankenhäuser. Für eine fünfte Person gestaltete sich die Situation im blockierten Fahrzeugwrack hingegen deutlich kritischer.
Technische Rettung mit schwerem Gerät und Landung des Hubschraubers bei Verkehrsunfall in Gemen
Der verbleibende Passagier erlitt bei der Kollision schwere Verletzungen und wurde medizinisch in die Alarmkategorie Rot eingestuft.
Befreiung mittels hydraulischer Schere und Spreizer
Um die schwer verletzte Person schonend zu bergen, mussten die Trupps der Feuerwehr schweres hydraulisches Rettungsgerät einsetzen. Nach der erfolgreichen technischen Befreiung wurde der Patient an die Besatzung eines angeforderten Rettungshubschraubers übergeben und zur intensivmedizinischen Behandlung in eine Spezialklinik geflogen. Vor Ort im Einsatz gebunden waren die hauptamtliche Wache sowie der lokale Löschzug Gemen.
Spezielles VU-Team der Polizei übernimmt die Spurensicherung
Zur detaillierten Rekonstruktion des exakten Unfallhergangs wurde ein spezialisiertes Verkehrsunfallaufnahme-Team (VU-Team) der Polizei NRW angefordert. Die Beamten sicherten stundenlang digitale und physische Spuren an der Unfallstelle. Während der Rettungsmaßnahmen und der aufwändigen polizeilichen Vermessungsarbeiten blieb die Ahauser Straße für etwa fünf Stunden komplett für den fließenden Verkehr gesperrt, was zu erheblichen Behinderungen im Berufsverkehr führte. Nach dem Abschleppen des Wracks und der Reinigung der Fahrbahn konnte der Bereich wieder freigegeben werden. Die polizeilichen Ermittlungen nach dem Verkehrsunfall in Gemen dauern an.

