Versuchter Mord lautet der Vorwurf gegen einen 53-jährigen Mann nach einem Messerangriff am Donnerstag, den 6. August 2026, in Duisburg. Gegen 19:25 Uhr eskalierte in einem Lokal an der Weseler Straße ein familiärer Konflikt, der einen Polizeieinsatz auslöste. Der Beschuldigte syrischer Nationalität war seiner in Trennung lebenden 47-jährigen Ehefrau sowie der gemeinsamen 19-jährigen Tochter gezielt in das Geschäft gefolgt.
Einschreiten der Tochter verhindert Schlimmeres
In den Räumlichkeiten des Lokals zog der 53-Jährige plötzlich eine Klinge und versuchte, massiv auf die 47-Jährige einzuwirken. Die Ehefrau wehrte sich vehement gegen den plötzlichen Angriff mit einem Messer. Daraufhin eilte die 19-jährige Tochter ihrer Mutter zur Hilfe. Durch die Gegenwehr der beiden Frauen ließ der Täter von seinem Vorhaben ab. Noch bevor die alarmierten Einsatzkräfte der Polizei am Tatort eintrafen, flüchtete der Mann. Beiden Frauen blieben bei diesem Vorfall körperlich unverletzt.
Mordkommission ermittelt nach Festnahme
Die Flucht des Mannes dauerte jedoch nicht lange an. Kurze Zeit später stellte sich der 53-Jährige auf der Polizeiwache in Hamborn selbst, woraufhin die Beamten ihn vorläufig festnahmen. Die zuständige Staatsanwaltschaft sieht hierbei den Tatbestand versuchter Mord als gegeben an. Unter ihrer Sachleitung richtete das Kriminalkommissariat 11 der Duisburger Polizei noch am selben Abend eine Mordkommission ein.
Am Freitag, den 7. August, erließ ein Haftrichter des zuständigen Amtsgerichts auf Antrag der Staatsanwaltschaft offiziell einen Untersuchungshaftbefehl gegen den Verdächtigen. Die weitreichenden Ermittlungen der Kriminalpolizei, insbesondere zu den genauen Hintergründen für den Messerangriff sowie zum Verbleib der bislang verschwundenen Tatwaffe, dauern derzeit noch an.

