Ein folgenschwerer Brand hat am Montag, den 29. Juni 2026, zu einem massiven Aufgebot von Rettungskräften in Oberbayern geführt. Seit den frühen Nachtstunden kämpfen die Einheiten gegen einen großflächigen Waldbrand im Gemeindebereich Übersee. In einem schwer zugänglichen Forststück nahe der Ortschaft Damberg brannten rund sechs Hektar Wald-, Gestrüpp- und sensible Moorfläche. Durch das schnelle und koordinierte Eingreifen der alarmierten Kräfte konnte eine unkontrollierte Ausbreitung des Feuers auf weitere angrenzende Waldgebiete im Chiemsee-Moos bislang erfolgreich verhindert werden. Insgesamt arbeiten rund 300 Einsatzkräfte der verschiedenen Blaulichtorganisationen Hand in Hand an der Schadenstelle.
Hubschrauberflüge und Traktoren stellen Wasserversorgung sicher
Die Bodentrupps werden bei den Löscharbeiten massiv aus der Luft unterstützt. Drei Hubschrauber der Polizeihubschrauberstaffel warfen im Minutentakt Löschwasser direkt über den Brandherden ab, während Aufklärungsdrohnen die Glutnester lokalisierten. Um den enormen Wasserbedarf in dem betroffenen Gebiet zu decken, bauten die Kräfte eine aufwendige Löschwasserversorgung über weite Strecken auf. Zusätzlich unterstützten regionale Landwirte die Arbeiten, indem sie mit ihren Traktoren und großen Güllefässern im Pendelverkehr kontinuierlich Wasser an die Einsatzgrenzen transportierten.
Streckensperrung der Autobahn 8 und Warnung an die Bevölkerung wegen Waldbrand im Gemeindebereich Übersee
Die enorme Rauchentwicklung in der Anfangsphase des Brandes führte zu spürbaren Verkehrsbehinderungen im regionalen Fernverkehr.
A8 nach abgeflauter Rauchentwicklung am Vormittag wieder freigegeben
Wegen der Sichtbehinderungen musste die Autobahn 8 zwischen den Anschlussstellen Grabenstätt und Bernau in den Nachtstunden komplett für den Verkehr gesperrt werden. Da die bisherigen Löschmaßnahmen Wirkung zeigten und der Rauch deutlich nachließ, konnte die Autobahn am Vormittag wieder freigegeben werden. Eine akute Gefährdung für die Bevölkerung besteht nicht mehr. Dennoch bleibt die offizielle Warnung bestehen, Fenster und Türen vorsorglich geschlossen zu halten. Während des kräftezehrenden Einsatzes verletzte sich ein Feuerwehrmann leicht; er wurde vom Rettungsdienst medizinisch versorgt.
Löscharbeiten in den Moorgebieten dauern voraussichtlich noch Tage an
Die Einsatzleitung zeigt sich vorsichtig optimistisch, betont jedoch, dass ein zeitnahes Einsatzende noch nicht absehbar ist. Da sich das Feuer in den torfigen Untergrund gefressen hat, werden die Nachlöscharbeiten beim Waldbrand im Gemeindebereich Übersee voraussichtlich noch mehrere Tage in Anspruch nehmen. Die Bevölkerung wird dringend gebeten, das betroffene Areal weiträumig zu meiden, die Zufahrtswege für Rettungsfahrzeuge absolut frei zu halten und den privaten Einsatz von Drohnen zum Schutz der Luftretter zwingend zu unterlassen. Die Ermittlungen zur Brandursache werden von der Polizei geführt.

