StartFeuerwehreinsätzeWaldbrand in Niederheimbach: Hubschrauber und Drohnen im Einsatz

Waldbrand in Niederheimbach: Hubschrauber und Drohnen im Einsatz

Schadensfeuer breitet sich im unwegsamen Gelände am Franzosenkopf auf mehrere tausend Quadratmeter aus – Tanklöschfahrzeuge sichern die Wasserversorgung – Löscharbeiten dauern bis tief in die Nacht.

Ein folgenschwerer Waldbrand in Niederheimbach hat am Mittwochnachmittag, den 17. Juni 2026, zu einem massiven Aufgebot an Rettungskräften geführt. Gegen 15:34 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Diebachtal zunächst wegen einer unklaren Rauchentwicklung im Freien alarmiert. Da die genaue Einsatzstelle im dichten Forstgebiet anfangs unbekannt war, mussten die Einsatzkräfte den Bereich zunächst aufwendig absuchen. Schließlich lokalisierten die Retter den Brand im Bereich des sogenannten „Franzosenkopfs“ oberhalb der Ortslage. Da dort bereits eine größere Fläche Unterholz brannte, erhöhte der Einsatzleiter das Alarmstichwort umgehend auf „B2.02 – Waldbrand“. Durch die rasante Brandausbreitung dehnte sich das Feuer im weiteren Verlauf auf mehrere tausend Quadratmeter Waldfläche aus.

Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr und Luftunterstützung durch das THW

Die Feuerwehr leitete sofort eine umfassende Brandbekämpfung mit mehreren handgeführten Strahlrohren ein. Um die Löschwasserversorgung in dem abgelegenen Waldgebiet dauerhaft sicherzustellen, wurde ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen aus der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe sowie aus der benachbarten Verbandsgemeinde Rheinböllen-Simmern eingerichtet. Zur präzisen Lageerkundung aus der Luft forderten die Verantwortlichen zudem eine Spezialeinheit des THW Bingen an, die das betroffene Areal systematisch mit einer Drohne überflog.

Massiver Löschangriff aus der Luft und langwierige Nachlöscharbeiten bei Waldbrand in Niederheimbach

Eine entscheidende Unterstützung bei der Brandbekämpfung brachten die Einsatzkräfte der Flugpolizei ein.

Polizeihubschrauber „Sperber“ nimmt Wasser im Rhein auf

Der eingesetzte Polizeihubschrauber mit dem Rufnamen „Sperber“ flog kontinuierliche Angriffe gegen die Flammen. Die Besatzung nahm das Löschwasser mit einem rund 600 Liter fassenden Außenlastbehälter direkt aus dem nahegelegenen Rhein bei Trechtingshausen auf und warf es im Anschluss gezielt über den Brandherden am Hang ab. Die logistisch anspruchsvollen Löscharbeiten der Boden- und Luftkräfte zogen sich aufgrund hartnäckiger Glutnester bis tief in die Nacht hin. Wegen der extremen körperlichen Belastung im steilen Gelände mussten die eingesetzten Trupps im Verlauf durch frische Einheiten abgelöst werden.

Brandnachschau in den frühen Morgenstunden durchgeführt

In den frühen Morgenstunden des Folgetages absolvierte die örtlich zuständige Feuerwehr eine umfassende Brandnachschau, um ein erneutes Aufflammen im Forst zu verhindern. Die Kooperation zwischen den verschiedenen beteiligten Feuerwehren, dem Technischen Hilfswerk und der Polizei verlief während des gesamten Großeinsatzes reibungslos und vorbildlich. Die Ermittlungen zur bislang unklaren Ursache, die den Waldbrand in Niederheimbach auslöste, wurden von den zuständigen Behörden aufgenommen.