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Wohngebäudebrand im Schirumer Weg: Ein Todesopfer bei Hausbrand

Feuer am Freitagvormittag löst Alarm aus – Passanten retten einen Bewohner vom Balkon – Atemschutztrupps finden vermisste Person leblos im Gebäude – Rund 80 Einsatzkräfte stundenlang gefordert.

Ein Wohngebäudebrand im Schirumer Weg hat am Freitagvormittag, den 5. Juni 2026, zu einem schweren Rettungs- und Löscheinsatz geführt. Gegen 09:43 Uhr ging die Meldung über das Feuer bei den Rettungskräften ein. Bereits beim Eintreffen der ersten Einheiten vor Ort schlugen Flammen aus dem gesamten Einfamilienhaus. Ein Bewohner konnte vor dem Eintreffen der Retter durch das Eingreifen von Passanten von einem Balkon gerettet und an den Rettungsdienst übergeben werden. Da mindestens eine weitere Person im Gebäude vermisst wurde, leiteten Atemschutztrupps umgehend die Menschenrettung im Innenraum ein. Der Vollbrand hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits auf fast alle Räume ausgebreitet, was das Vorgehen der Trupps erheblich erschwerte.

Fensterimpulse senken extreme Temperaturen

Um die hohen Temperaturen im Gebäude abzusenken und den Innenangriff überhaupt zu ermöglichen, führten die Einsatzkräfte zunächst gezielte Löschimpulse durch die Fenster von außen durch. Aufgrund der engen Bebauung in der Wohnsiedlung gestaltete sich das Nachrücken weiterer Einheiten logistisch anspruchsvoll. Vor dem Gebäude wurde eine Drehleiter in Stellung gebracht, um die Brandbekämpfung zu unterstützen. Nach dem Aufbau einer umfassenden Wasserversorgung über mehrere Hydranten wurde der Löschangriff mit mehreren Rohren im Innen- und Außenangriff ausgeweitet. Im Verlauf des Einsatzes griffen die Flammen auch auf die Dachkonstruktion über.

Bergung der vermissten Person und langwierige Nachlöscharbeiten bei Wohngebäudebrand im Schirumer Weg

Erst nachdem der Brand weitgehend unter Kontrolle gebracht und das Gebäude mittels Hochleistungslüftern rauchfrei gemacht wurde, verbesserten sich die Sichtverhältnisse für die Einsatzkräfte.

Kriseninterventionsteam betreut Angehörige und Retter

Die Atemschutzgeräteträger fanden die vermisste Person nach intensiver Suche nur noch leblos im Gebäude vor. Der Rettungsdienst, Seelsorger und das Kriseninterventionsteam der Feuerwehr Norden übernahmen vor Ort die Betreuung von Angehörigen, Nachbarn sowie den betroffenen Einsatzkräften. Die anschließenden Nachlöscharbeiten zogen sich noch über rund eineinhalb Stunden hin. Dabei mussten Teile der Dachhaut vom Korb der Drehleiter aus geöffnet werden, um versteckte Glutnester gezielt abzulöschen.

Fünf Feuerwehren über vier Stunden im Einsatz

Insgesamt waren rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehren Aurich, Sandhorst, Wallinghausen, Holtrop und Weene über vier Stunden lang gefordert. Das Deutsche Rote Kreuz Aurich übernahm die sanitätsdienstliche Absicherung, während der Verpflegungszug der Feuerwehr Middels die Einsatzkräfte versorgte. Kontaminierte Schutzausrüstung wurde an einer Hygiene-Sammelstelle abgelegt und zur Reinigung abtransportiert. Nach dem Trennen der Strom- und Gasleitungen durch den Energieversorger sicherte der städtische Betriebshof die Einsatzstelle für die polizeilichen Ermittlungen zur Ursache ab, die zu dem Wohngebäudebrand im Schirumer Weg führten.