StartFeuerwehreinsätzeSchwerer Wohnungsbrand fordert die Feuerwehr Erkrath bei einer dramatischen Menschenrettung

Schwerer Wohnungsbrand fordert die Feuerwehr Erkrath bei einer dramatischen Menschenrettung

Einsatzstichwort während des ersten Löschangriffs drastisch erhöht – Sanierungsgerüst dient als Rettungsweg für zwölf Bewohner – Drei Feuerwehrleute verletzt.

Ein verheerender Wohnungsbrand hat am Dienstagmittag, den 30. Juni 2026, einen massiven Rettungseinsatz im Stadtteil Hochdahl ausgelöst. Um 12:49 Uhr wurde die Feuerwehr Erkrath zunächst mit dem Stichwort „F2_Gebäude“ zu einem gemeldeten Küchenbrand in einem Mehrfamilienhaus am Eichendorffweg alarmiert. Bereits beim Eintreffen der ersten Einheiten zeigte sich eine starke Rauchentwicklung im Bereich des Laubenganges. Noch während des Aufbaus der Wasserversorgung zündete die betroffene Wohnung im zweiten Obergeschoss schlagartig durch. Die Flammen schlugen an der Rückseite zeitweise bis zum vierten Stockwerk hoch.

Die Brandbekämpfung gestaltete sich für die unter Atemschutz vorgehenden Trupps aufgrund der enormen Hitzeentwicklung als extrem schwierig.

Rettung über Baugerüst wegen verrauchtem Treppenraum

Erschwert wurde die Lage vor Ort durch umfangreiche Sanierungsmaßnahmen, weshalb die Vorderseite des Gebäudes vollständig eingerüstet war. Da die Flammen direkt in das Treppenhaus schlugen und den primären Fluchtweg blockierten, mussten die Einsatzkräfte insgesamt zwölf Personen über das Baugerüst, tragbare Leitern und unter Fluchthauben ins Freie bringen. Weil zahlreiche Bewohner giftige Rauchgase eingeatmet hatten, löste die Leitstelle das rettungsdienstliche Stichwort „NA 5“ aus. Insgesamt wurden zwölf Personen medizinisch gesichtet; acht Betroffene, darunter drei leicht verletzte Feuerwehrangehörige, mussten in umliegende Krankenhäuser transportiert werden.

Massiver Sachschaden und Obdachlosigkeit für 87 Hausbewohner bei Einsatz der Feuerwehr Erkrath

Das betroffene Gebäude ist nach dem ausgedehnten Schadensfeuer vorerst nicht mehr nutzbar.

Turnhalle als Notunterkunft durch das DRK eingerichtet

Die Brandwohnung wurde vollständig zerstört. Durch die starke Kontamination mit Brandrauch und Rußrückständen im Treppenhaus sowie in den umliegenden Wohnungen können alle 87 Mieter des Komplexes vorerst nicht in ihre Unterkünfte zurückkehren. Für rund 40 Personen, die nicht privat bei Verwandten unterkommen konnten, errichtete das DRK Erkrath eine Betreuungsstelle in einer nahegelegenen Turnhalle. Um den Grundschutz für das restliche Stadtgebiet während des laufenden Großeinsatzes zu gewährleisten, wurde eine Löschgruppe der Feuerwehr Mettmann auf der Erkrather Wache in Bereitschaft versetzt.

Ermittlungen zur Ursache im sechsstelligen Schadensbereich

Am Einsatz beteiligt waren die hauptamtliche Wache sowie die drei ehrenamtlichen Löschzüge Alt-Erkrath, Millrath und Trills der Feuerwehr Erkrath. Unterstützung kam von zwei Löschgruppen aus Hilden und zahlreichen Rettungsdienst-Einheiten aus dem gesamten Kreis Mettmann, Haan, Ratingen und Langenfeld. Der Einsatz wurde nach mehreren Stunden intensiver Arbeit beendet. Zur genauen Brandursache liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Die Kreispolizeibehörde Mettmann hat die Ermittlungen aufgenommen; der Sachschaden wird auf einen sechsstelligen Euro-Betrag geschätzt.