StartPolizeimeldungenZollfahndungsamt Stuttgart: Millionen unversteuerte Zigaretten beschlagnahmt

Zollfahndungsamt Stuttgart: Millionen unversteuerte Zigaretten beschlagnahmt

Sechs Tatverdächtige im Visier der Justiz – Ermittlungen wegen bandenmäßiger Steuerhinterziehung – Razzien in mehreren Städten in Rheinland-Pfalz und Hessen.

Ein empfindlicher Schlag gegen den illegalen Zigarettenhandel ist den Bundesbehörden im Südwesten gelungen. Das Zollfahndungsamt Stuttgart führt aktuell im Auftrag der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern ein umfangreiches Ermittlungsverfahren gegen eine mutmaßliche Schmugglerbande. Den Beschuldigten – eine Frau und fünf Männer im Alter zwischen 41 und 56 Jahren – wird der Verdacht der bandenmäßigen Steuerhinterziehung sowie der gewerbsmäßigen Steuerhehlerei zur Last gelegt. Anfang Juni 2026 konnten die Beamten einen entscheidenden Zugriff verzeichnen und zwei Kernmitglieder der Gruppierung auf frischer Tat festnehmen. Die beiden Männer waren gerade dabei, eine illegale Großlieferung von einem Lastkraftwagen auf einem Firmengelände im Rhein-Pfalz-Kreis zu entladen.

Sicherstellung von 1,5 Millionen Zigaretten und enormem Bargeldbetrag

Nachdem eine Spezialeinheit des Zolls die Verdächtigen sowie die Fracht gesichert hatte, folgte eine koordinierte Durchsuchungswelle. Einsatzkräfte vom Zollfahndungsamt Stuttgart und vom Hauptzollamt Heilbronn filzten zeitgleich Privatwohnungen sowie Gewerbeimmobilien im Rhein-Pfalz-Kreis, in Worms, Frankfurt am Main und Baden-Baden. Neben umfangreichem, digitalem und schriftlichem Beweismaterial stellten die Ermittler dabei auch inkriminiertes Bargeld in Höhe von rund 250.000 Euro sicher. Die sichergestellten 1,5 Millionen unversteuerten Zigaretten führten zu einem unmittelbar bezifferbaren Steuerschaden von mindestens 280.000 Euro.

Verdacht auf weitere illegale Lieferungen in der Vergangenheit

Die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass es sich bei dem aktuellen Aufgriff nicht um ein isoliertes Delikt handelt.

Tatsächlicher Steuerschaden könnte noch weitaus höher liegen

Aufgrund der Auswertung erster Beweismittel besteht der dringende Verdacht, dass die Tatverdächtigen in der Vergangenheit bereits mehrere, ähnlich gelagerte Großimporte durchgeführt haben. Sollte sich dieser Verdacht im weiteren Verfahren erhärten, dürfte sich der strafrechtlich relevante Steuerschaden noch um ein Vielfaches erhöhen. Gegen zwei der festgenommenen Personen wurden entsprechende strafprozessuale Maßnahmen eingeleitet. Die detaillierten Auswertungen der beschlagnahmten Beweismittel durch die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern und das Zollfahndungsamt Stuttgart dauern an.