StartFeuerwehreinsätze40-Tonner rast Hang hinunter: Schwerer Lkw-Unfall auf der A8 bei Grabenstätt

40-Tonner rast Hang hinunter: Schwerer Lkw-Unfall auf der A8 bei Grabenstätt

Ein riskantes Ausweichmanöver führte am frühen Mittwochmorgen zu einem spektakulären Lkw-Unfall auf der A8 in Fahrtrichtung Salzburg. Ein Sattelzug kam bei Grabenstätt von der Autobahn ab, planierte rund 100 Meter Böschung und kam erst an einer Baumgruppe zum Stehen.

Der Einsatzmarathon für die Feuerwehr aus Grabenstätt und Übersee begann mitten in der Nacht. Gegen 04:16 Uhr schrillten die Alarmmelder: Schwerer Lkw-Unfall auf der A8, so die Erstmeldung. Ein 34-jähriger Fahrer war mit seinem 40-Tonner nach einem Überholvorgang und einem anschließenden Ausweichmanöver nach rechts von der Fahrbahn abgekommen.

Glück im Unglück: Fahrer bleibt unverletzt

Obwohl das schwere Fahrzeug den Hang hinunterschoss und erst nach 100 Metern im Wald gestoppt wurde, grenzt es an ein Wunder, dass der Fahrer die Kabine eigenständig verlassen konnte. Der Rettungsdienst untersuchte den 34-Jährigen noch vor Ort. Er blieb nach ersten Erkenntnissen unverletzt und ein Transport ins Krankenhaus war nicht vonnöten. Weniger glimpflich kam das Fahrzeug davon. Die Polizei schätzt den Schaden auf einen mittleren fünfstelligen Betrag.

Umweltgefahr bei Lkw-Unfall auf der A8 knapp abgewendet

Besorgnis erregte zunächst der Kraftstofftank des Lasters. Eine Baumwurzel hatte sich bei dem schweren Lkw-Unfall auf der A8 tief in den Tank eingedrückt. Die Feuerwehrleute gaben jedoch schnell Entwarnung: Trotz der massiven Verformung trat kein Diesel aus, sodass eine Bodenverunreinigung verhindert werden konnte.

Aufwendige Bergung sorgt für Pendler-Stau

Rund 40 Einsatzkräfte sicherten die Unfallstelle ab, während eine Spezialfirma mit schwerem Gerät anrückte. Die Bergung des 40-Tonners aus dem unwegsamen Gelände gestaltete sich schwierig und langwierig. Während der Lkw zurück auf die Fahrbahn gehoben wurde, kam es zu massiven Rückstaus, die zeitweise bis zur Anschlussstelle Bernau reichten. Erst gegen 08:30 Uhr konnte die Feuerwehr die Einsatzstelle an die Autobahnmeisterei übergeben, nachdem auch die Fahrbahn von Trümmern gereinigt worden war.

Die Verkehrspolizeiinspektion Traunstein hat die Ermittlungen aufgenommen, um zu klären, wer das Ausweichmanöver des Lkw-Fahrers ursprünglich verursacht hat.