Ein schwerer Unfall auf der A7 bei Seesen sorgt seit den frühen Morgenstunden des Donnerstags, den 16.04.2026, für eine vollständige Blockade der Richtungsfahrbahn Hannover. Gegen 03:30 Uhr war ein 55-jähriger Lkw-Fahrer aus Bremen mit seinem Sattelzug in Höhe der Rastanlage Harz/Ost unterwegs, als er aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abkam. Beim Versuch, das Fahrzeug aus dem Grünstreifen zurück auf den Asphalt zu lenken, kippte der tonnenschwere Lastwagen um. Der Sattelzug blieb auf der rechten Seite liegen und begrub sämtliche Fahrstreifen sowie den Standstreifen unter sich. Der Fahrer wurde in seiner Kabine eingeschlossen, konnte jedoch von den Rettungskräften unverletzt befreit werden.
Aufwendige Bergung im Straßengraben
Die Räumung der Unfallstelle gestaltet sich als äußerst schwierig. Bei dem Auflieger handelt es sich um einen Kühltransporter, der mit Milchprodukten beladen ist. Da der Zugang zur Ladefläche aufgrund der Seitenlage nur über den unbefestigten Straßengraben möglich ist, müssen die Paletten händisch entladen werden, bevor der Lkw wieder aufgerichtet werden kann. Ein weiterer 45-jähriger Lkw-Fahrer wurde ebenfalls in das Geschehen verwickelt: Er überfuhr mit seiner Zugmaschine ein Trümmerteil, das durch den Unfall auf der A7 bei Seesen auf die Fahrbahn geschleudert wurde, und erlitt dabei Sachschaden.
Vollsperrung nach dem Unfall auf der A7 bei Seesen
Um den Verkehrsfluss in Richtung Hannover zumindest teilweise aufrechtzuerhalten, wurde die ursprüngliche Vollsperrung an der Anschlussstelle Seesen direkt zur Rastanlage Harz/Ost verlegt. Autofahrer werden nun über das Gelände der Rastanlage um die Unfallstelle herumgeleitet. Dennoch kommt es zu erheblichen Verzögerungen.
Zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort
Neben der Autobahnpolizei aus Hildesheim und Göttingen sind die Polizei Seesen sowie die freiwilligen Feuerwehren aus Seesen und Rhüden im Einsatz. Die Autobahnmeisterei VIA Niedersachsen koordiniert gemeinsam mit einem Spezial-Bergungsunternehmen die Aufräumarbeiten.
Wann die Fahrbahn wieder vollständig freigegeben werden kann, ist aktuell noch nicht absehbar. Die Ermittlungen zur Unfallursache wurden aufgenommen. Der Unfall auf der A7 bei Seesen zeigt erneut, wie anfällig die Nord-Süd-Verbindung bei Zwischenfällen mit schweren Nutzfahrzeugen ist. Pendler werden gebeten, den Bereich großräumig zu umfahren.

