StartFeuerwehreinsätzeUnfall auf der A8 bei Ulm-West: Lkw-Fahrer massiv eingeklemmt

Unfall auf der A8 bei Ulm-West: Lkw-Fahrer massiv eingeklemmt

62-jähriger Fahrer schwer verletzt – Führerhaus um einen Meter eingedrückt – Großaufgebot der Feuerwehr im Einsatz – Gefahrgut-Alarm sorgt für Aufsehen – Kilometerlanger Stau.

Ein schwerer Unfall auf der A8 bei Ulm-West hat am Donnerstagnachmittag, den 23.04.2026, zu einer stundenlangen Vollsperrung in Fahrtrichtung München geführt. Gegen 15:45 Uhr übersah ein 62-jähriger Fahrer eines Sattelzuges offenbar das Ende eines Rückstaus. Trotz einer über 40 Meter langen Vollbremsung krachte sein tonnenschweres Fahrzeug mit enormer Wucht in einen stehenden Lkw. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der vordere Lastwagen fast 20 Meter weit nach vorne geschoben. Das Fahrerhaus des Unfallverursachers wurde dabei massiv zerstört und über einen Meter nach hinten gedrückt. Sogar die Hinterachse und die Kardanwelle wurden aus der Verankerung gerissen.

Schnelle technische Rettung durch die Feuerwehr

Die alarmierten Kräfte der Feuerwehren aus Ulm und Dornstadt standen zunächst vor einer kritischen Lage, da ein beteiligter Lkw als Gefahrguttransport gemeldet war. Vor Ort konnte jedoch schnell Entwarnung gegeben werden: Es traten keine gefährlichen Stoffe aus. Die 55 Einsatzkräfte konzentrierten sich daher umgehend auf die technische Rettung des im Wrack eingeklemmten 62-Jährigen. Mit hydraulischem Rettungsgerät gelang es den Trupps bereits nach rund zehn Minuten, den schwer verletzten Mann aus seiner Lage zu befreien.

Stundenlange Vollsperrung nach Unfall auf der A8 bei Ulm-West

Der leitende Notarzt Thorsten Holsträter koordinierte die Versorgung der zwei verletzten Fahrer. Während der Unfallverursacher schwere Verletzungen erlitt, kam der Fahrer des vorderen Lkw mit leichteren Blessuren davon. Beide wurden zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser transportiert.

Großaufgebot und erhebliche Verkehrsbehinderungen

Insgesamt war die Feuerwehr mit 17 Fahrzeugen, darunter ein Mobilkran, vor Ort. Der Rettungsdienst war mit neun Mitarbeitern und vier Fahrzeugen im Einsatz. Bis zur endgültigen Bergung der Wracks und der Reinigung der Fahrbahn musste die Autobahn stundenlang voll gesperrt werden, was zu einem kilometerlangen Stau und erheblichen Behinderungen im Fernverkehr führte.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Schadenshöhe und zum Hergang beim Unfall auf der A8 bei Ulm-West aufgenommen. Erst am späten Abend konnte die Fahrbahn wieder für den Verkehr freigegeben werden.