Ein schwerer Unfall im Fischereihafen von Bremerhaven hat am Dienstagmorgen, den 16. Juni 2026, einen größeren Rettungseinsatz nach sich gezogen. Gegen 07:50 Uhr wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr zu einer gemeldeten technischen Rettung in die Straße Am Seedeich gerufen. Vor Ort bestätigte sich ein folgenschwerer Frontalzusammenstoß zwischen einem Personenkraftwagen mit Elektroantrieb und einem mit Asphalt beladenen Lastkraftwagen. Während der 63-jährige Lastwagenfahrer die beschädigte Kabine mit leichten Verletzungen selbstständig verlassen konnte, bot sich den Rettern am Pkw ein kritisches Bild.
Infolge der enormen Deformation des Elektrofahrzeugs war der 44-jährige Autofahrer in dem Wrack massiv eingeklemmt und gänzlich bewegungsunfähig.
Medizinische Versorgung direkt im verunfallten Fahrzeug
Die Feuerwehr leitete unverzüglich eine strukturierte technische Rettung ein. Unter dem Einsatz von schwerem hydraulischem Rettungsgerät, wie Schere und Spreizer, schnitten die Einsatzkräfte einen Zugang zu dem eingeklemmten Mann frei. Während des gesamten, technisch anspruchsvollen Befreiungsvorgangs wurde der schwer verletzte Fahrer durch einen Notarzt direkt im Fahrzeug medizinisch versorgt und stabilisiert. Nach der erfolgreichen Rettung transportierte der Rettungsdienst den 44-Jährigen in eine Bremerhavener Klinik. Auch der leicht verletzte Lkw-Fahrer wurde zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus verbracht.
Sicherung der Hochvoltbatterie und Reinigung der Fahrbahn nach Unfall im Fischereihafen
Aufgrund der Beschädigungen an dem beteiligten Elektroauto ergaben sich nach dem Lösen der Karosserieteile besondere Gefahrenmomente.
Spezialbehälter minimiert das Risiko einer Wiederentzündung
Da eine mechanische Beschädigung der empfindlichen Hochvoltbatterie durch die Wucht des Aufpralls nicht ausgeschlossen werden konnte, ergriff die Feuerwehr vorsorglich besondere Schutzmaßnahmen. Das verunfallte Fahrzeug wurde für den Abtransport in ein spezielles Berge- und Sicherungssystem für verunfallte Elektrofahrzeuge eingebracht. Diese Spezialmulde minimiert das Risiko einer thermischen Reaktion oder Wiederentzündung während der Überführung zum Verwahrplatz.
Fachunternehmen reinigt die kontaminierte Asphaltfläche
Durch den massiven Zusammenstoß traten zudem aus beiden Unfallfahrzeugen umweltschädliche Betriebsstoffe aus. Die Feuerwehrkräfte sicherten das Areal ab und streuten die Flüssigkeiten ab, um eine Ausbreitung in die Kanalisation zu verhindern. Die finale Reinigung der Fahrbahn übernahm im Anschluss ein hinzugezogenes Fachunternehmen. Für die Dauer der aufwändigen Rettungs-, Bergungs- und Aufräumarbeiten blieb die Straße Am Seedeich für rund zwei Stunden voll gesperrt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um die genaue Ursache für den Unfall im Fischereihafen zu klären.

