Ein nächtlicher Großbrand hat am Freitag, den 19. Juni 2026, die Einsatzkräfte im Landkreis Konstanz gefordert. Um 03:47 Uhr wurde die Feuerwehr in Stockach mit dem anfänglichen Alarmstichwort „B2 – LKW innerorts“ in das Industriegebiet Hardt alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Einheiten vor Ort bestätigte sich die Schadenslage jedoch in anderer Form: Mehrere Verbundfaserplatten, die auf zwei LKW-Wechselbrücken gelagert waren, standen bereits im Vollbrand. Da sich der Vorfall auf dem Lagerplatz eines ansässigen Handwerksbetriebs ereignete, bestand für angrenzende Gebäude im Umkreis zu keiner Zeit eine direkte Gefährdung.
Intensiver Löschangriff mit mehreren Strahlrohren
Die Einsatzleitung leitete unverzüglich eine umfassende Brandbekämpfung ein. Die Trupps gingen von mehreren Seiten mit Strahlrohren gegen die weithin sichtbaren Flammen vor. Im weiteren Verlauf des Einsatzes unterstützte der Betreiber des Handwerksbetriebs die Maßnahmen aktiv. Er zog die dicht gestapelten Platten mit firmeneigenem technischem Gerät auseinander. Erst durch diese Maßnahme wurde es den Feuerwehrleuten möglich, die tieferliegenden, verbliebenen Glutnester gezielt zu lokalisieren und abzulöschen.
Erneute Alarmierung der Feuerwehr in Stockach zur Brandnachschau am Vormittag
Insgesamt waren in der Nacht 40 Feuerwehrangehörige mit sieben Einsatzfahrzeugen direkt am Brandort gebunden, während weitere sechs Kräfte im Status der Bereitschaft verblieben. Die Polizei hat noch vor Ort die Ermittlungen zur bislang unklaren Brandursache aufgenommen.
Mühsame Nachlöscharbeiten bei Dämmmaterialien
Der Einsatz war für die Retter jedoch nicht dauerhaft beendet. Um 10:55 Uhr mussten die Abteilungen Wahlwies und Espasingen mit dem Stichwort „B1 – Brandnachschau“ erneut zur selben Adresse ausrücken. Die extrem schwer löschbaren Dämmmaterialien der Verbundplatten hatten an einigen Stellen erneut verdeckt zu schwelen begonnen. Die betroffenen Elemente mussten von den Trupps mühsam in Handarbeit geöffnet werden, um sie im Anschluss für den endgültigen Löscherfolg komplett mit Wasser zu fluten.
Bei diesem zweiten Einsatz der Feuerwehr in Stockach waren nochmals 15 Feuerwehrangehörige vor Ort gefordert, während zwei weitere Kräfte in der Wache in Bereitschaft standen.

