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Tierrettung in Klein-Auheim: Feuerwehr hebt Hengst mit Kran aus Keller

Pferd bricht aus einem Reiterhof aus und stürzt auf ein Privatgrundstück – Großaufgebot an Spezialkräften aus mehreren Landkreisen alarmiert – Tierärzte sedieren das Tier mit einem Blasrohr.

Eine technisch anspruchsvolle Tierrettung in Klein-Auheim hat am Donnerstagvormittag, den 18. Juni 2026, zu einem mehrstündigen Großeinsatz überregionaler Rettungskräfte geführt. Ein von einem nahegelegenen Reiterhof entlaufener Hengst war zuvor über mehrere Privatgrundstücke im Bereich der Fasaneriestraße galoppiert. Im Verlauf dieses Ausflugs stürzte das schwere Tier unglücklicherweise in einen engen Kellerabgang. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr Hanau befand sich das Pferd in einer kritischen Rückenlage und konnte sich aus eigener Kraft nicht mehr befreien. Nach einer ersten detaillierten Erkundung der Lage vor Ort forderten die Einsatzleiter umgehend spezialisierte Unterstützungskräfte an.

Spezialkräne aus Langenselbold und Offenbach angefordert

Neben der Tierrettungsstaffel des Main-Kinzig-Kreises wurden die Feuerwehren aus Langenselbold und Offenbach am Main mit ihren Wechselladerfahrzeugen inklusive Spezialkran zur Einsatzstelle beordert. Ein zusätzlich angeforderter Kranwagen der Feuerwehr Darmstadt konnte die Anfahrt nach einer präzisierten Einsatzplanung vor Ort abbrechen. Bevor die technische Bergung beginnen konnte, mussten herbeigerufene Tierärzte den gestressten Hengst mittels eines Blasrohrs sicher und kontrolliert sedieren, um Verletzungen während der Hebephase zu verhindern.

Behutsame Kranbergung und medizinische Erstversorgung bei Tierrettung in Klein-Auheim

In enger Abstimmung mit den Veterinären wurde das Pferd schließlich mit dem Kran der Feuerwehr Langenselbold vorsichtig aus dem Kellerabgang gehoben.

Lüfter schützt das sedierte Pferd vor der Sommerhitze

Die Feuerwehr Offenbach stand während dieses präzisen Manövers in permanenter personeller Bereitstellung. Nach der erfolgreichen Hebung aus der Grube übernahmen die Tierärzte die sofortige medizinische Erstversorgung des Tieres auf dem Grundstück. Aufgrund der vorherrschenden hohen Sommertemperaturen setzten die Feuerwehrleute zudem einen mobilen Hochleistungslüfter ein. Dieses Gerät diente dazu, den Kreislauf des abgelegten Hengstes zu kühlen und ihn kontinuierlich mit ausreichend Frischluft zu versorgen.

Transport zur Nachbehandlung in eine Spezialklinik

Nach einiger Zeit zeigte die tierärztliche Behandlung Wirkung, sodass der Hengst eigenständig wieder aufstehen konnte. Für eine umfassende Untersuchung und die weitere stationäre Behandlung wurde das Tier im Anschluss in eine spezialisierte Tierklinik nach Großostheim transportiert. Insgesamt waren rund 35 Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren und Hilfsorganisationen an dem Einsatz beteiligt. Die Feuerwehr lobte im Nachgang die hervorragende und ruhige Zusammenarbeit aller Beteiligten, die diese schwierige Tierrettung in Klein-Auheim zu einem erfolgreichen Ende führte.