Eine wichtige und lehrreiche Aktion zur Unfallverhütung fand am Dienstag, den 23. Juni 2026, im örtlichen Kindergarten statt. Eine Kameradin und zwei Kameraden der Feuerwehr Heinrichsthal besuchten die Kindergartengruppe „Drachennest“ im Haus für Kinder, um den Nachwuchs im Rahmen der Brandschutzerziehung gezielt zu schulen. Nach einer kurzen, gemeinsamen Vorstellungsrunde durften die Mädchen und Jungen zunächst von ihren eigenen Erfahrungen berichten, die sie bereits im Alltag mit Notfällen oder Rettungskräften gesammelt hatten. Dabei zeigte sich eine gute Vorbereitung: Die europäische Notrufnummer 112 war der Mehrheit der rund 25 anwesenden Kinder bereits geläufig. Im Anschluss wurde das strukturierte Absetzen eines realitätsnahen Notrufs an die zuständige Leitstelle intensiv trainiert.
Verwandlung zum Atemschutzgeräteträger demonstriert
Nachdem alle Kinder sowie die betreuenden Erzieherinnen das Telefongespräch erfolgreich simuliert hatten, folgte eine praktische Demonstration im Gruppenraum. Die Einsatzkräfte zeigten Schritt für Schritt, wie sich ein regulärer Feuerwehrmann in einen voll ausgerüsteten Atemschutzgeräteträger verwandelt. Besonderes Augenmerk lag dabei darauf, wie sich die menschliche Stimme durch das Tragen der Atemschutzmaske verändert, um den Kindern im Ernstfall die Angst vor den schwer erkennbaren Rettern zu nehmen. Zum Abschluss des ersten Blocks durften die Kinder eine moderne Wärmebildkamera selbst ausprobieren.
Praktische Stationen und Rundfahrt mit den Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr Heinrichsthal
Nach einer kurzen Trinkpause verlagerte die Gruppe ihren Aufenthalt für den zweiten Teil der Brandschutzerziehung direkt zum lokalen Feuerwehrgerätehaus.
Wasserspiele sorgen für Abkühlung bei sommerlichen Temperaturen
Auf dem Gelände der Wache warteten drei vorbereitete Stationen auf die Kindergartenkinder. An der ersten Station konnte das Löschen an einem speziellen Spritzenhäuschen ausprobiert werden, während an der zweiten Station ein koordinativer Parcours mit einem Tret-Unimog zu absolvieren war. Die dritte Station erforderte Zielgenauigkeit: Hier mussten Tennisbälle mittels eines gezielten Wasserstrahls von Verkehrsleitkegeln gespritzt werden, was bei den sommerlichen Temperaturen zugleich für eine willkommene Abkühlung sorgte.
Reflektierende Anhänger als Belohnung zum Abschluss
Für große Begeisterung unter den Teilnehmern sorgte zum Ausklang des Tages eine kurze Rundfahrt im Löschfahrzeug sowie im Mehrzweckfahrzeug der Wehr. Als dauerhafte Erinnerung und Belohnung für die gezeigten Leistungen überreichten die Brandschützer jedem Kind einen reflektierenden Anhänger im Design eines Feuerwehrautos für die Kindergartentasche. Der Besuch der Feuerwehr Heinrichsthal leistet somit einen wichtigen Beitrag zur frühzeitigen Sicherheitserziehung im Gemeindegebiet.

