Ein schwerer Flächenbrand hat am Donnerstagnachmittag, den 25. Juni 2026, zu einem massiven Aufgebot von Rettungskräften in Südhessen geführt. Gegen 16:45 Uhr wurde die Feuerwehr Stockstadt am Rhein zu einem ausgedehnten Feldbrand nach Crumstadt alarmiert. Bereits während der ersten Anfahrt der Löschfahrzeuge war eine massive Rauchsäule weithin sichtbar, da ein großes Getreidefeld bereits in voller Ausdehnung brannte. Aufgrund der herrschenden Trockenheit und aufkommender Winde breiteten sich die Flammen derart rasant aus, dass die Leitstelle das Einsatzstichwort umgehend auf die Stufe „F WALD 2“ erhöhte. Vor Ort teilten sich die eintreffenden Einheiten unverzüglich in verschiedene Abschnitte auf, um den Brand einzudämmen.
Riegelstellung verhindert Schlimmeres und Mähdrescher abgelöscht
Durch den Aufbau einer massiven Riegelstellung gelang es den Wehrleuten, ein weiteres unkontrolliertes Voranschreiten der Feuerfront zu stoppen. Parallel zu den Arbeiten auf der Freifläche mussten die Trupps zudem einen akut brennenden Mähdrescher ablöschen. Nach rund einer halben Stunde intensiven Löschangriffs war das offene Feuer soweit unter Kontrolle, dass die aufwändigen Nachlöscharbeiten auf der insgesamt rund 149.000 Quadratmeter großen Agrarfläche eingeleitet werden konnten. Diese zogen sich aufgrund immer wieder aufflammender Glutnester bis etwa 19:30 Uhr hin.
Technische Logistik und medizinische Notfälle durch extreme Hitzebelastung bei der Feuerwehr Stockstadt am Rhein
Um die enorme Menge an benötigtem Löschwasser an die Brandgrenzen zu transportieren, kamen Großtanklöschfahrzeuge und spezielle Abrollbehälter zum Einsatz.
Einsatzleitwagen koordiniert den Bereitstellungsraum der Region
Die Besatzung des Einsatzleitwagens (ELW 1) der Feuerwehr Stockstadt am Rhein übernahm eine tragende Rolle bei der Strukturierung des Einsatzes. Die Einsatzkräfte leiteten den zentralen Bereitstellungsraum, um die zahlreichen auswärtigen Einheiten aus den Landkreisen Groß-Gerau und Darmstadt-Dieburg koordiniert in ihre Abschnitte einzuweisen. Insgesamt arbeiteten rund 130 Rettungskräfte von Feuerwehr, THW und Rettungsdienst Hand in Hand. Neben dem Regelrettungsdienst waren die DRK-Ortsvereine Riedstadt-Stockstadt und Biebesheim zur Absicherung vor Ort.
Zwei Feuerwehrkräfte nach Kreislaufkollaps im Krankenhaus
Die enorme Hitzeweather und die schwere Schutzkleidung forderten von den Atemschutzgeräteträgern und Helfern körperliche Höchstleistungen. Mehrere Einsatzkräfte mussten kreislaufbedingt vor Ort medizinisch betreut werden. Zwei Kameraden kollabierten so schwer, dass sie vom Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser transportiert werden mussten. Nach rund dreieinhalb Stunden war der Einsatz für die Einheiten der Feuerwehr Stockstadt am Rhein beendet. Die Polizei Südhessen hat die Ermittlungen zur bislang ungeklärten Brandursache sowie zur Schadenshöhe aufgenommen.

