Ein schwerer Brand am Petersberg hat am Samstagnachmittag, den 6. Juni 2026, zu einem landesweiten Großeinsatz der Rettungskräfte geführt. Gegen 16:54 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Königswinter mit dem hohen Einsatzstichwort „B4 – Tiefgarage“ zum dortigen Hotel alarmiert. In einer unterirdischen Parkgarage waren aus bislang ungeklärter Ursache zwei Pkw in Brand geraten. Ein drittes Fahrzeug wurde durch die enorme Hitzeentwicklung und die Flammen ebenfalls direkt beschädigt. Durch die zeitgleiche Auslösung der automatischen Brandmeldeanlage des Hotels wurde der gesamte Gebäudekomplex vorsorglich evakuiert. Bereits beim Eintreffen der ersten Einheiten drang dichter Rauch aus den Zufahrten der Garage.
Schneller Löschangriff unter schwerem Atemschutz
Umgehend gingen mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz in das Innere der Tiefgarage zur aktiven Brandbekämpfung vor. Durch den schnellen und gezielten Löschangriff gelang es den Einsatzkräften, eine weitere Ausbreitung des Feuers auf andere abgestellte Fahrzeuge oder die bauliche Struktur des Hotels zu verhindern. Bereits nach rund 30 Minuten meldete die Einsatzleitung, dass das Feuer unter Kontrolle gebracht wurde. Etwa eine Stunde nach dem Eintreffen der ersten Rettungskräfte waren die Flammen vollständig gelöscht.
Nachbereitung des Einsatzes und Ermittlungen der Behörden bei Brand am Petersberg
Nach dem Abschluss der eigentlichen Löscharbeiten folgten aufwändige technische Sicherheitsmaßnahmen am Brandobjekt.
Umfangreiche Belüftung und Dekontamination der Trupps
Der Rettungsdienst untersuchte vor Ort eine Person vorsorglich auf eine Rauchgasvergiftung, ein Transport in ein Krankenhaus war jedoch nicht erforderlich. Da die Belastung durch Brandrauch in geschlossenen Garagen extrem hoch ist, führte die Feuerwehr umfangreiche maschinelle Belüftungs- und Kontrollmaßnahmen durch. Zudem übernahm eine spezielle Hygieneeinheit die notwendige Dekontamination der eingesetzten Atemschutzgeräteträger direkt an der Einsatzstelle. Nach rund zwei Stunden konnte der Einsatz offiziell beendet werden.
Unterstützung aus Bad Honnef angefordert
Insgesamt waren rund 120 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst an den Maßnahmen beteiligt. Seitens der Feuerwehr Königswinter waren die Löscheinheiten Altstadt, Niederdollendorf, Oberdollendorf, Ittenbach und Oelberg, die hauptamtlichen Gerätewarte sowie der Einsatzführungsdienst vor Ort. Zur Unterstützung rückte die Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef mit der Löscheinheit Rhöndorf, einer Drehleiter und dem dortigen A-Dienst an. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um die Ursache zu klären, die zu dem Brand am Petersberg führte.

