Die intensiven Grenzkontrollen bei Kiefersfelden haben am vergangenen Wochenende (18./19. April 2026) erneut zu mehreren bedeutenden Fahndungserfolgen geführt. Die Rosenheimer Bundespolizei konnte insgesamt fünf Männer festnehmen, gegen die zum Teil mehrere Haftbefehle vorlagen. Die Beschuldigten aus Gambia, Kroatien, Bulgarien, Polen und Eritrea wurden unmittelbar nach der Kontrolle in bayerische Justizvollzugsanstalten eingeliefert. Besonders auffällig war ein 27-jähriger Gambier, der in der Nacht von Sonntag auf Montag in einem Reisebus kontrolliert wurde. Da er keine Ausweise mitführte, deckten Fingerabdrücke seine Identität und drei offene Haftbefehle auf.
Hohe Geldstrafen führen in die JVA Bernau
Wegen Beleidigung und des Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen schuldete der Mann der Justiz rund 4.100 Euro. Da er die Summe nicht aufbringen konnte, muss er nun eine Ersatzfreiheitsstrafe von fast einem Jahr in der JVA Bernau verbüßen. Ähnlich erging es einem 37-jährigen Bulgaren, der die Grenze in einem Pkw mit niederländischen Kennzeichen passierte. Er konnte eine fällige Geldstrafe des Amtsgerichts Regensburg in Höhe von 4.360 Euro nicht begleichen und trat stattdessen eine 109-tägige Haft an.
Gefährliche Körperverletzung: Festnahme bei Grenzkontrollen bei Kiefersfelden
Ein weiterer Fall betraf einen 26-jährigen Kroaten, dessen Vorstrafenregister lang war. Neben unbezahlten Bußgeldern und Strafbefehlen wegen Körperverletzung lag gegen ihn ein Untersuchungshaftbefehl des Amtsgerichts Fürstenfeldbruck vor. Ihm wird eine gefährliche Körperverletzung aus dem Jahr 2024 vorgeworfen. Auch er wurde nach der Überprüfung direkt in die Haftanstalt überstellt.
Massive Justizschulden bei osteuropäischem Reisenden
Einen Rekordwert an offenen Forderungen verzeichnete ein 36-jähriger Pole. Wegen Urkundenfälschung, Waffenbesitzes und Fahrens ohne Fahrerlaubnis waren insgesamt 5.800 Euro fällig. Mangels finanzieller Mittel lieferten ihn die Beamten für voraussichtlich 290 Tage in die JVA Traunstein ein. Auch hier könnten weitere Hafttage folgen, da ein zusätzlicher Untersuchungshaftbefehl aus Lingen vorliegt.
Abgerundet wurde das Wochenende durch die Festnahme eines 33-jährigen Eritreers. Er wurde wegen Diebstahls gesucht und konnte seine Geldstrafen von über 3.000 Euro nicht zahlen. Die konsequenten Grenzkontrollen bei Kiefersfelden beweisen damit erneut ihre Wirksamkeit bei der Vollstreckung offener Justizforderungen. Alle festgenommenen Personen werden sich zudem wegen erneuter versuchter illegaler Einreise verantworten müssen.

