Ein verheerender Großbrand in Hollenstein hat in der Nacht von Montag auf Dienstag die Einsatzkräfte im Bezirk Gmünd in Atem gehalten. Gegen 23:00 Uhr schlug ein aufmerksamer Nachbar Alarm, nachdem er das Feuer auf einem landwirtschaftlichen Anwesen entdeckt hatte. Trotz des rasanten Verlaufs, bei dem zwei Hallen vollständig niederbrannten, gelang es den Feuerwehren durch einen massiven Einsatz, die angrenzenden Wohngebäude sowie den Stall samt Tieren erfolgreich zu schützen. Aufgrund der massiven Brandausbreitung wurde umgehend die höchste Alarmstufe B4 ausgelöst, was die Mobilisierung regionaler Kräfte in großem Umfang zur Folge hatte.
Massives Aufgebot an Rettungskräften
Insgesamt waren 17 verschiedene Feuerwehren mit rund 220 Mitgliedern und 36 Fahrzeugen an den Löscharbeiten beteiligt. Zur Unterstützung der Koordination wurde parallel die Bezirksalarmzentrale (BAZ) in Gmünd besetzt. Beim Eintreffen der ersten Einheiten standen zwei mit Heu und landwirtschaftlichen Maschinen gefüllte Hallen bereits in Vollbrand, während eine dritte Halle durch die enorme Hitzeentwicklung schwer beschädigt wurde.
Technik-Einsatz beim Großbrand in Hollenstein
Die dichte Rauchentwicklung und die extreme Hitze stellten die Feuerwehrleute vor erhebliche Herausforderungen beim Aufbau des Löschangriffs.
Drohnengruppe lokalisiert Glutnester
Ein entscheidender Faktor für den Einsatzerfolg war die Unterstützung durch die Drohnengruppe des Bezirksfeuerwehrkommandos Gmünd. Mithilfe moderner Wärmebildtechnik aus der Luft konnten versteckte Glutnester präzise lokalisiert und im Anschluss gezielt abgelöscht werden. Diese technologische Hilfe verhinderte effektiv ein unkontrolliertes Wiederaufflammen des Brandes in den Trümmern der Hallen.
Bilanz und Folgen des Brandes
Trotz der geretteten Gebäude forderte der Einsatz ein Opfer: Ein Hausbesitzer erlitt Verletzungen und musste zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Informationen zur genauen Brandursache sowie zur Gesamthöhe des Sachschadens liegen aktuell noch nicht vor. Die Polizei hat die ermittlungen aufgenomen. Der Großbrand in Hollenstein demonstrierte erneut die hohe Schlagkraft der regionalen Feuerwehren, deren koordiniertes Eingreifen eine noch größere Katastrophe für Mensch und Tier verhinderte.

