StartSicherheitKünstliche Intelligenz in Einsatzfahrzeugen: Die Zukunft der Polizei

Künstliche Intelligenz in Einsatzfahrzeugen: Die Zukunft der Polizei

Lernfähige Systeme bieten neue Möglichkeiten für den täglichen Streifendienst – Erhöhung der Arbeitssicherheit im mobilen Büro – Spezifische Anforderungen für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.

Die Nutzung moderner Technologien gewinnt im polizeilichen Sprachgebrauch und der täglichen Praxis zunehmend an Bedeutung. Besonders der Einsatz der Ressource künstliche Intelligenz in Einsatzfahrzeugen bietet erhebliche Potenziale, um die Effizienz und die Sicherheit der Beschäftigten spürbar zu steigern. Während aktuelle Streifenwagen als stark beanspruchte Arbeitsplätze bisher primär mit hardwarebasierten Systemen ausgestattet sind, befindet sich die Fahrzeugtechnik in einem tiefgreifenden Transformationsprozess hin zu softwarezentrierten Systemen. Computerbasierte, lernfähige Algorithmen sind in der Lage, riesige Datenmengen in kürzester Zeit zu analysieren und Entscheidungen zu treffen, die zuvor menschliche Intelligenz erforderten. Da Streifenwagen als vollwertige mobile Büros den Ansprüchen des Arbeitsschutzes genügen müssen, steht die Unfallvermeidung an erster Stelle.

Fahrassistenzsysteme zur Vermeidung von Verkehrsunfällen

Im Rahmen von Einsatzfahrten unter Sonder- und Wegerechten sind die Besatzungen extremen Stresssituationen ausgesetzt, in denen technische Komplexität ohne KI-Unterstützung zur Überforderung führen kann. Intelligente KI-Assistenten, die mit Umfelddaten, Verkehrsdaten und Sensorinformationen trainiert werden, können Gefahrensituationen im Kreuzungsbereich oder durch Fußgänger schneller als ein Mensch vorhersehen. Das System kann im Ernstfall selbstständig einen Brems- oder Lenkeingriff vornehmen, um Kollisionen wirksam zu verhindern und den Fahrer aktiv zu entlasten.

Autonomes Streifenfeuer und die Digitalisierung des Dachbalkens für Künstliche Intelligenz in Einsatzfahrzeugen

Zukünftige Systeme gehen weit über die reine Unterstützung während der aktiven Fahrt hinaus und greifen direkt in taktische Abläufe ein.

Entlastung im Streifendienst durch autonomes Fahren

Ein zentraler Baustein beim Gelingen des autonomen Fahrens ist die Integration hochentwickelter Softwarelösungen. Im automatisierten Fahrmodus „Streifenfahrt“ kann sich das Einsatzfahrzeug der Zukunft selbstständig durch den Verkehrsraum bewegen. Dies ermöglicht es sowohl dem Fahrer als auch dem Beifahrer, die volle Aufmerksamkeit auf die Umfeldbeobachtung, die polizeiliche Verkehrsüberwachung oder die gezielte Vorbereitung auf anstehende Einsatzszenarien zu richten. Mittels biometrischer Daten erkennt das Fahrzeug zudem die Einsatzkräfte und passt sämtliche Steuerungen personalisiert an.

Der intelligente Dachbalken als Fahndungswerkzeug

Eine umfassende technische Aufwertung erfährt der klassische Dachbalken, dessen Funktionen sich bislang im Wesentlichen auf die Signalgebung mittels Blaulicht und Textanzeigen beschränkten. Ausgestattet mit integrierten 360-Grad-Kameras und Gesichtserkennungssoftware verwandelt sich das Bauteil in eine mobile Videoüberwachungsanlage. Kennzeichen vorbeifahrender Fahrzeuge werden bei Fahndungsmaßnahmen automatisch gescannt und mit polizeilichen Datenbeständen abgeglichen, was manuelle Notizen überflüssig macht.

Darüber hinaus optimiert das System das Fuhrparkmanagement für alternative Antriebe und verwaltet den Laderaum digital. Damit die künstliche Intelligenz in Einsatzfahrzeugen unter Stress nicht zur Belastung wird, müssen die Systeme intuitiv bedienbar bleiben und speziell auf die BOS-Bedürfnisse abgestimmt sein.