Zu einer außergewöhnlichen Rettungsaktion in Viernheim kam es am Karfreitag, den 03.04.2026, im örtlichen Gewerbegebiet. Gegen 10:52 Uhr wurde die Feuerwehr Viernheim mit dem Stichwort „Person in Absturzgefahr“ in den Bereich Großer Stellweg/Werkstraße alarmiert. Vor Ort bot sich den Einsatzkräften ein besorgniserregendes Bild: Ein 63-jähriger Mann aus Neuhofen lag bewusstlos auf einem Gebäudedach und musste dringend medizinisch versorgt werden. Da Ersthelfer bereits Leitern und Hilfsmittel bereitgestellt hatten, konnten sich die Feuerwehrleute unmittelbar auf die technische Rettung des Patienten konzentrieren. Mittels einer Drehleiter gelang es, den Mann zügig und sicher zu Boden zu bringen und an die Johanniter-Unfall-Hilfe zu übergeben.
Tagelange Ungewissheit findet ein Ende
Von dem 63-Jährigen fehlte bereits seit Mittwochnachmittag jede Spur. Sein Mobiltelefon war ausgeschaltet, und es war lediglich bekannt, dass er sich auf den Weg nach Viernheim begeben wollte. Durch private Suchaufrufe und engagierte Nachforschungen gelang es Freunden und Arbeitskollegen schließlich, das Fahrzeug des Vermissten in der Werkstraße ausfindig zu machen. Kurze Zeit später entdeckten sie ihn in seiner hilflosen Lage auf dem Dach und setzten sofort den Notruf ab. Wie lange sich der Mann bereits in dieser Position befand, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Da er seit Mittwoch als vermisst galt, ist nicht auszuschließen, dass er über 48 Stunden der zeitweise kalten Witterung schutzlos ausgesetzt war.
Rätselhafte Hintergründe zur Rettungsaktion in Viernheim
Über den aktuellen Gesundheitszustand des Arbeiters liegen derzeit keine genaueren Informationen vor; er wurde zur weiteren Behandlung in ein umliegendes Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um zu klären, wie der Mann auf das Dach gelangte und was zu seiner Bewusstlosigkeit führte.
Keine Hinweise auf Fremdeinwirkung
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Südhessen gibt es zum jetzigen Zeitpunkt keine Hinweise auf eine Beteiligung Dritter oder eine Gewalttat. Im Einsatz bei der Rettungsaktion in Viernheim befanden sich neben der Drehleiter und einem Löschfahrzeug auch ein Notarzteinsatzfahrzeug sowie eine Funkstreife der Polizeistation Lampertheim-Viernheim.
Dank des schnellen Eingreifens der Freunde und der professionellen Rettung durch die Feuerwehr konnte der 63-Jährige in letzter Sekunde gerettet werden. Die weiteren Untersuchungen der Polizei konzentrieren sich nun darauf, den genauen zeitlichen Ablauf seit dem Verschwinden am Mittwoch zu rekonstruieren.

