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Rettungseinsatz in Bochum nach schwerem Arbeitsunfall

Ein Arbeiter verletzte sich auf einer Baustelle schwer am Fuß. Feuerwehr und Rettungsdienst führten eine technische Bergung mittels Drehleiter durch

Rettungseinsatz der Feuerwehr Bochum forderte am Freitag, den 10. Juli 2026, die Einsatzkräfte auf einer Baustelle an der Dorstener Straße. Um 10:26 Uhr ging der Notruf in der zuständigen Leitstelle ein, der einen koordinierten Rettungseinsatz im Stadtgebiet in Höhe der Dinnendahlstraße erforderlich machte.

Gemeldet wurde ein verletzter Bauarbeiter, der sich nach einem Arbeitsunfall in einer Baugrube befand und diese aufgrund der Schwere seiner Verletzungen nicht mehr aus eigener Kraft verlassen konnte. Der Bauarbeiter hatte sich bei laufenden Arbeiten in der tiefen Baugrube eine schwere Verletzung im Bereich des Fußes zugezogen. Da der Mann durch die Verletzung vollständig immobil war, mussten die Einsatzkräfte sofort entsprechende Maßnahmen für einen strukturierten und sicheren Rettungseinsatz einleiten, um den Patienten aus seiner Lage zu befreien und medizinisch zu versorgen.

Absicherung der Baustelle vor dem eigentlichen Rettungseinsatz

Bevor die medizinische Versorgung und die anschließende Bergung beginnen konnten, musste die Feuerwehr zunächst die Baustelle gegen weitere mögliche Gefahren absichern. Bei einem Einsatz in einer Baugrube hat die Stabilisierung der Umgebung oberste Priorität, um beispielsweise das Nachrutschen von losem Erdreich, den Absturz von schweren Baumaterialien oder die direkte Gefährdung der vorgehenden Einsatzkräfte zu verhindern.

Nachdem die Fachkräfte der Berufsfeuerwehr einen sicheren Zugang zum Patienten geschaffen hatten, stiegen die Notfallsanitäter und ein Notarzt zu dem Verletzten in die Grube hinab. Dort erfolgte umgehend die umfassende medizinische Erstversorgung des Mannes. Die Stabilisierung des Patienten unter den oft beengten und unwegsamen Bedingungen einer Baustelle ist ein essenzieller Bestandteil für den weiteren Verlauf. Erst wenn der Patient kreislaufstabil und transportfähig ist, kann der weitere Rettungseinsatz sicher und ohne zusätzliche Risiken fortgeführt werden.

Drehleiter und Schleifkorbtrage

Nachdem der Patient durch das medizinische Fachpersonal stabilisiert und für den anstehenden vertikalen Transport vorbereitet worden war, begann der anspruchsvolle technische Teil der Rettungsmaßnahmen. Für diesen komplexen Rettungseinsatz entschieden sich die Einsatzleiter der Feuerwehr für den Aufbau einer Drehleiter in direkter Kombination mit einer speziellen Schleifkorbtrage. Diese in der Praxis etablierte Methode der technischen Rettung ermöglicht es, den Patienten besonders schonend, sicher und in einer durchgehend waagerechten Position aus der Tiefe der Grube an die Oberfläche zu heben. Dies ist aus rettungsdienstlicher und medizinischer Sicht besonders wichtig, um den schwer verletzten Fuß während der gesamten Bergung keinen weiteren schmerzhaften Erschütterungen oder Fehlbelastungen auszusetzen.

Der schwer verletzte Mann wurde fachgerecht in der Trage fixiert und anschließend langsam aus der Grube nach oben gehoben. An der Oberfläche angekommen, übernahm der Rettungsdienst die direkte medizinische Betreuung vor Ort. Nach der abschließenden Beurteilung aller Vitalfunktionen wurde der Bauarbeiter zur weiteren stationären Behandlung in ein nahegelegenes Bochumer Krankenhaus transportiert.

Koordination und schneller Abschluss

An diesem Rettungseinsatz waren insgesamt 19 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst beteiligt, was die konstant hohe Personalbindung bei technischen Rettungen dieser Art verdeutlicht. Das Team setzte sich aus 15 Spezialisten der Berufsfeuerwehr Bochum sowie vier Kräften des Rettungsdienstes der Feuerwehr Herne zusammen. Diese Konstellation zeigte eine reibungslose interkommunale Zusammenarbeit bei der Bewältigung der speziellen Einsatzlage.

Alarmiert und zielgerichtet zusammengezogen wurden für diesen Rettungseinsatz die Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswachen Innenstadt sowie Werne. Durch das strukturierte und professionelle Eingreifen aller beteiligten Einheiten konnte der Verletzte innerhalb kürzester Zeit gerettet und in die klinische Versorgung übergeben werden. Der flüssige Ablauf solcher technischen Rettungen wird von den Einsatzkräften regelmäßig realitätsnah trainiert, um im Ernstfall jeden Handgriff sicher und routiniert ausführen zu können. 43 Minuten nach der ersten Alarmierung meldete die Feuerwehr Bochum den erfolgreichen Abschluss aller gebotenen Rettungsmaßnahmen und das offizielle Ende des Einsatzes um 11:09 Uhr.