Ein tragisches Unglück hat am späten Samstagnachmittag, 27. Juni 2026, zu einem massiven Aufgebot von Rettungskräften auf der Bundesstraße 30 geführt. Um 16:31 Uhr wurde die Feuerwehr Ulm zu einem schweren Verkehrsunfall auf den Streckenabschnitt zwischen Donaustetten und Wiblingen alarmiert. Ein 61-jähriger Autofahrer war mit seinem Kleinwagen in Fahrtrichtung Ulm unterwegs, als er aus bislang vollkommen ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abkam. Das Fahrzeug prallte im weiteren Verlauf gegen einen massiven Schilderpfosten und stürzte anschließend eine angrenzende Böschung hinab. Durch die Wucht des Aufpralls überschlug sich der Wagen mehrfach, ehe er stark deformiert auf einem asphaltierten Feldweg auf der Seite zum Stillstand kam.
Crash-Rettung nach massiver Fahrzeugdeformation eingeleitet
Beim Eintreffen der ersten Einheiten der Feuerwehr Ulm stellte sich die Situation für die Retter als hochgradig kritisch dar. Der Fahrer war im Wrack seines Kleinwagens schwerst eingeklemmt. Aufgrund des extrem instabilen medizinischen Zustands des Patienten und der starken Deformation der Fahrgastzelle entschied sich der Einsatzleiter unverzüglich für eine sogenannte Sofortrettung (Crash-Rettung). Um einen schnellen und effektiven Zugang zum Verletzten zu schaffen, wurde das Unfallfahrzeug von den Einsatzkräften zunächst mittels technischer Hilfsmittel wieder auf die Räder gestellt.
Einsatz der Feuerwehr Ulm: Jede medizinische Hilfe kommt für den verunfallten 61-Jährigen zu spät
Trotz des schnellen und professionellen Eingreifens der Rettungskräfte blieben die Bemühungen vor Ort ohne den gewünschten Erfolg.
Befreiung nach zehn Minuten und Übergabe an den Notarzt
Bereits rund zehn Minuten nach dem Eintreffen der ersten Löschfahrzeuge konnte die Person mittels schweren hydraulischen Rettungsgeräten aus dem Fahrzeug befreit und an den bereitstehenden Rettungsdienst übergeben werden. Für den 61-jährigen Fahrer kam jedoch jede medizinische Hilfe zu spät; er erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Während der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen musste die B30 in Fahrtrichtung Ulm zunächst kurzzeitig voll gesperrt werden. Im weiteren Einsatzverlauf leitete die Polizei den Verkehr einspurig an der Schadenstelle vorbei.
Verkehrseinschränkungen und polizeiliche Ermittlungen
Durch die Teilsperrung staute sich der nachfolgende Verkehr über mehrere Kilometer zurück. Nach rund zwei Stunden waren die Unfallaufnahme sowie die Reinigung der Fahrbahn abgeschlossen, sodass die Bundesstraße wieder komplett für den fließenden Verkehr freigegeben werden konnte. Die zuständige Polizei hat die Ermittlungen zum exakten Unfallhergang aufgenommen. Ein Gutachter soll nun klären, warum der Mann die Kontrolle über seinen Wagen verlor. Die Einheiten der Feuerwehr Ulm rückten nach dem rund zweistündigen Einsatz wieder in ihre Stützpunkte ein.

