Ein tragischer Verkehrsunfall hat am Sonntagnachmittag, den 28. Juni 2026, einen sechsstündigen Großeinsatz der Rettungskräfte im Wartburgkreis ausgelöst. Um 13:29 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Bad Salzungen gemeinsam mit zahlreichen Einheiten der Region auf die Bundesstraße 62 gerufen. Zwischen dem Abzweig Leimbach und dem Kreisel Hämbach waren drei Personenkraftwagen kollidiert. Den ersteintreffenden Kräften bot sich vor Ort ein weites Trümmerfeld, in dem mehrere Fahrzeuginsassen in den völlig zerstörten Wracks massiv eingeklemmt waren. In enger Absprache mit den Notärzten leiteten die Einheiten unverzüglich die patientengerechte Rettung ein.
Schweres hydraulisches Rettungsgerät zur Befreiung eingesetzt
Zur Befreiung der Schwerstverletzten setzten die Einsatzkräfte parallel mehrere hydraulische Scheren, Spreizer sowie Rettungszylinder ein. Damit wurden an den Fahrzeugen taktische Zugangs- und Befreiungsöffnungen geschaffen. Zeitgleich stellte die Wehr den dreifachen Brandschutz an der Einsatzstelle sicher, klemmte die Fahrzeugbatterien ab und band großflächig auslaufende Betriebsstoffe. Gemeinsam mit der Polizei wurde die B62 für die Dauer der Rettungsarbeiten sowie für die anschließende Unfallrekonstruktion komplett für den Verkehr gesperrt.
Großaufgebot an Rettungsmitteln und hohe Belastung bei Extremtemperaturen der Freiwillige Feuerwehr Bad Salzungen
Aufgrund der hohen Anzahl an Schwerstverletzten und einer verstorbenen Person wurde ein massives Aufgebot an medizinischem Personal angefordert.
Drei Rettungshubschrauber und Schnelleinsatzgruppe im Einsatz
Insgesamt waren 103 Kräfte vor Ort gebunden, darunter 65 Feuerwehrangehörige und 38 Sanitäter sowie Notärzte. Der Rettungsdienst war unter anderem mit den Hubschraubern Christoph 60, Christoph 70 und Christoph Thüringen sowie der Schnelleinsatzgruppe Immelborn vor Ort. Neben der enormen psychischen Intensität forderte die extreme Sommerhitze den Kräften alles ab. Unter der schweren Schutzkleidung kollabierten im Einsatzverlauf zwei Feuerwehrangehörige mit Kreislaufproblemen; sie mussten in eine Klinik transportiert werden.
Kriseninterventionsteam übernimmt psychosoziale Notfallversorgung
Der Erste Beigeordnete der Stadt, Hannes Knott, verschaffte sich vor Ort ein Bild von der Lage und sprach den Einheiten seine Unterstützung aus. Zur Aufarbeitung der schweren Eindrücke forderte die Einsatzleitung ein sechsköpfiges Kriseninterventionsteam (KIT) an, um die psychosoziale Notfallversorgung der Helfer zu gewährleisten. Neben der Wache 1 (Stadtmitte) der Freiwillige Feuerwehr Bad Salzungen waren die Wachen Ettenhausen an der Suhl, Tiefenort/Unterrohn und Kupfersuhl sowie die Feuerwehr Leimbach im Einsatz. Nach rund sechs Stunden konnte der Einsatz der Rettungskräfte beendet werden.

