StartFeuerwehreinsätzeSchwerer Verkehrsunfall auf der B432

Schwerer Verkehrsunfall auf der B432

Am Sonntag kam ein Pkw zwischen Wardersee und Wensin von der Fahrbahn ab. Die Leitstelle alarmierte daraufhin ein Großaufgebot an Einsatzkräften

Ein Verkehrsunfall mit zwei engeklemmten Personen ereignete sich am Sonntag, den 12. Juli 2026, auf der Bundesstraße 432. Zwischen den Ortschaften Wardersee und Wensin kam eine Mercedes-Benz B-Klasse aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab und löste damit einen umfassenden Rettungseinsatz aus. Das Fahrzeug war nach den ersten polizeilichen Erkenntnissen allein an dem Vorfall beteiligt. Es kam nach dem Verlassen der Straße in Seitenlage im angrenzenden Straßengraben zum Liegen. Diese spezielle Position des Wagens erschwerte den anrückenden Kräften den direkten Zugang zum Innenraum und den betroffenen Insassen erheblich.

Leitstelle erhöht Alarmstufe nach Verkehrsunfall

Um 13:39 Uhr löste die Kooperative Regionalleitstelle West gemäß der regulären Alarm- und Ausrückeordnung die Erstalarmierung für die umliegenden Feuerwehren und den Rettungsdienst aus. Das anfängliche Einsatzstichwort für diesen Verkehrsunfall lautete „TH G Y“. Diese Abkürzung steht im behördlichen Meldewesen für eine technische Hilfeleistung, die größer als der Standard ist und bei der Menschenleben in Gefahr sind.

Nur kurze Zeit nach dieser ersten Meldung gingen weitere Notrufe bei der Leitstelle ein. Die Anrufer berichteten übereinstimmend von mehreren Personen, die sich noch im Inneren des verunfallten Fahrzeugs befanden. Aufgrund dieser präzisierten Informationslage reagierte die Leitstelle umgehend und erhöhte das Stichwort für den Verkehrsunfall auf „TH G R5“. Dies bedeutet einen Großeinsatz für den Rettungsdienst, woraufhin weitere medizinische Einsatzkräfte zum Ort des Geschehens nachalarmiert wurden, um eine ausreichende Versorgungskette aufzubauen.

Ersthelfer und komplexe technische Rettung

Beim Eintreffen des ersten Rettungswagens an der Einsatzstelle kümmerten sich bereits mehrere Ersthelfer um die Verunfallten. Zwei Personen waren in dem Pkw eingeschlossen. Weitere Personen kamen bei dem Verkehrsunfall nach offiziellen Angaben nicht zu Schaden. Die Ersthelfer leisteten bis zum Eintreffen der professionellen Rettungskräfte eine essenzielle Basisbetreuung der Betroffenen. Als die Einheiten der Feuerwehr vor Ort eintrafen, unterstützten sie die Erstmaßnahmen des Rettungsdienstes. Parallel dazu bereiteten die Einsatzkräfte die notwendige technische Rettung vor und stellten den grundlegenden Brandschutz sicher, um das Risiko eines Fahrzeugbrandes an der Unfallstelle auszuschließen.

In enger Abstimmung mit den eingesetzten Notärzten entschieden sich die Rettungskräfte für eine strukturierte Vorgehensweise bei diesem Verkehrsunfall. Bevor die eigentliche Befreiung beginnen konnte, musste der auf der Seite liegende Personenkraftwagen zunächst stabilisiert und anschließend fachgerecht auf die Räder gedreht werden. Dieser technische Vorgang ist notwendig, um eine schonende und patientengerechte Rettung zu gewährleisten und weitere Verletzungen der Insassen zu vermeiden. Mit diesen technischen Hilfsmitteln konnten zunächst die schwerverletzte Fahrerin und daraufhin der ebenfalls schwerverletzte Beifahrer aus dem deformierten Fahrzeug befreit und an den Rettungsdienst übergeben werden.

Transport der Patienten und Ermittlungen

Nach der erfolgreichen Befreiung und der weiteren medizinischen Stabilisierung vor Ort wurden beide Personen für die anschließende Behandlung in umliegende Krankenhäuser transportiert. An dem Einsatz waren neben verschiedenen bodengebundenen Rettungsmitteln auch Komponenten der Luftrettung beteiligt. Die zuständige Leitstelle entsandte die Rettungshubschrauber Christoph 42 der DRF Luftrettung sowie Christoph 67 des ADAC an die Einsatzstelle. Die Hubschrauber brachten zusätzliches notärztliches Personal an den Unfallort. Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen sowie für die Unfallaufnahme musste die Bundesstraße in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt werden. Dies führte zu entsprechenden Verkehrsbehinderungen in dem Streckenabschnitt.

Seitens der Feuerwehr werden regulär keine Angaben zur genauen Ursache für den Verkehrsunfall, zur Höhe des entstandenen Sachschadens oder zu den Personalien der Betroffenen gemacht. Die örtliche Polizei hat noch an der Einsatzstelle die detaillierten Ermittlungen zum Hergang aufgenommen.