Ein beinahe unglaublicher Unfall in Hammer auf der B 306 hat am 12. April für einen Großeinsatz der Rettungskräfte gesorgt. Eine ältere Dame war mit ihrem Suzuki von Inzell in Richtung Siegsdorf unterwegs, als sie in der Ortschaft Hammer aus bislang ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn abkam. Der Wagen durchbrach mit massiver Wucht das Geländer der Brücke über die Rote Traun. Die Szenerie vor Ort glich einem Trümmerfeld: Ein massiver Brückenpfeiler bohrte sich bei der Kollision direkt durch die Windschutzscheibe des Kleinwagens. Dass die Fahrerin diesen Moment überlebte, grenzt an ein Wunder. Ein in die Brückenkonstruktion integriertes Stahlseil verhinderte, dass der Suzuki mehrere Meter tief in den Fluss abstürzte. Das Seil hielt den Wagen in einer prekären Lage auf der Brücke fest.
Rettungskräfte sichern schwebendes Fahrzeug
Die Feuerwehren aus Hammer und Inzell eilten mit insgesamt 45 Einsatzkräften zur Unfallstelle. Ihre vordringlichste Aufgabe war es, den instabilen Pkw gegen ein weiteres Abrutschen oder Abstürzen zu sichern. Parallel dazu unterstützten die Wehrleute das Bayerische Rote Kreuz (BRK) bei der Erstversorgung der Verunglückten. Wie durch ein Wunder erlitt die Seniorin bei dem spektakulären Unfall in Hammer auf der B 306 nach ersten Erkenntnissen lediglich leichte Verletzungen.
Vollsperrung nach dem Unfall in Hammer auf der B 306
Während der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen musste die Bundesstraße 306 für den gesamten Verkehr komplett gesperrt werden. Die Polizei Traunstein war mit mehreren Streifenwagen vor Ort, um den Unfallhergang zu protokollieren und die Absperrmaßnahmen zu koordinieren.
Aufwendige Bergung durch Fachunternehmen
Ein spezialisiertes Abschleppunternehmen musste den Suzuki vorsichtig von den Resten des Geländers heben, ohne die Statik der Brücke weiter zu gefährden oder den Wagen in die Tiefe stürzen zu lassen. Neben den Feuerwehren war das BRK mit einem Notarzt, einem Rettungswagen und dem Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an. Fest steht jedoch: Ohne die bauliche Besonderheit des Stahlseils wäre dieser Unfall in Hammer auf der B 306 vermutlich tragisch geendet. Die Brücke muss nun einer statischen Überprüfung unterzogen werden, bevor das Geländer instand gesetzt werden kann. Der Sachschaden an Fahrzeug und Bauwerk dürfte im fünfstelligen Bereich liegen.

