StartFeuerwehreinsätzeWaldbrand in Stuttgart-Rohracker: Schwieriger Einsatz am Hang

Waldbrand in Stuttgart-Rohracker: Schwieriger Einsatz am Hang

6.500 Quadratmeter Waldfläche betroffen – Flammen schlagen bis zu zwei Meter hoch – Spezielle Waldbrand-Fahrzeuge im Pendelverkehr – Einsatzkräfte sichern sich mit Seilen.

Ein massiver Waldbrand in Stuttgart-Rohracker hat am Samstagnachmittag, den 25.04.2026, für einen außergewöhnlich anspruchsvollen Einsatz der Stuttgarter Brandschützer gesorgt. Eine aufmerksame Spaziergängerin hatte gegen Mittag eine Rauchentwicklung im Gewann Fuchsrain bemerkt und sofort den Notruf gewählt. Beim Eintreffen der ersten Einheiten bot sich eine dramatische Lage: Das Feuer hatte sich am Hang bereits weit ausgebreitet, wobei die Flammen laut Einsatzbericht bis zu zwei Meter hoch in den Himmel schlugen. Insgesamt war eine Fläche von rund 6.500 Quadratmetern betroffen. Die größte Herausforderung stellte dabei das extrem steile Gelände dar.

Wasserversorgung im Pendelverkehr

Um die Brandbekämpfung in der unwegsamen Steillage sicherzustellen, setzten die Retter auf eine spezialisierte Taktik. Zwei Waldbrand-Tanklöschfahrzeuge sowie ein Großtanklöschfahrzeug mit einem Fassungsvermögen von 10.000 Litern versorgten die Einsatzstelle im kontinuierlichen Pendelverkehr mit Löschwasser. Die Feuerwehrleute mussten sich teilweise über Leitern und Seile Zugang zum Brandbereich verschaffen, um das Feuer direkt an der Abbruchkante zu bekämpfen.

Luftunterstützung beim Waldbrand in Stuttgart-Rohracker

Neben klassischen Strahlrohren kamen auch mobile Löschrucksäcke zum Einsatz, die ein flexibles Agieren im Unterholz ermöglichten. Zur Koordination der Maßnahmen und zur Lokalisierung versteckter Brandherde setzte die Feuerwehr eine Drohneneinheit ein. Aus der Luft lieferte die Drohne wertvolle Wärmebilder, die es der Einsatzleitung erlaubten, die Trupps am Boden gezielt zu den heißesten Punkten zu dirigieren.

Mühsame Nachlöscharbeiten bis zum Abend

Auch nach der eigentlichen Brandbekämpfung blieb die Situation im betroffenen Waldstück schwierig. Um ein erneutes Aufflammen zu verhindern, mussten Einsatzkräfte den Waldboden an zahlreichen Stellen händisch öffnen und Glutnester mit Wärmebildkameras aufspüren. Gegen 18:30 Uhr konnte der Waldbrand in Stuttgart-Rohracker schließlich für beendet erklärt werden.

Beteiligt waren neben der Berufsfeuerwehr mehrere Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr mit insgesamt rund 50 Einsatzkräften. Dank des schnellen und koordinierten Eingreifens konnte eine weitere Ausdehnung des Feuers auf den restlichen Waldbestand verhindert werden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache in dem steilen Gelände aufgenommen.